Vorbereitung
Haare vortrocknen vor dem Styling: So geht's
Der richtige Feuchtigkeitsgrad vor dem Einsatz der Warmluftbürste entscheidet über Aufwand und Ergebnis.
Bevor eine Warmluftbürste oder ein Multistyler zum Einsatz kommt, lohnt sich ein Blick auf den Ausgangszustand des Haares. Wie feucht oder trocken das Haar zu Beginn ist, beeinflusst spürbar, wie lange das Styling dauert und wie gleichmäßig das Ergebnis ausfällt.
Warum der Feuchtigkeitsgrad überhaupt eine Rolle spielt
Warmluftbürsten sind in erster Linie für den Einsatz im bereits leicht vorgetrockneten Haar konzipiert, nicht für tropfnasses Haar direkt aus der Dusche. Je mehr Feuchtigkeit noch im Haar ist, desto länger braucht das Gerät, um sie zu verarbeiten, und desto mehr Zeit verbringt jede Partie unter Wärmeeinwirkung, bevor überhaupt mit dem eigentlichen Formen begonnen werden kann.
Schritt eins: Sanftes Ausdrücken mit dem Handtuch
Drücken Sie das Haar nach der Wäsche zunächst behutsam mit einem Handtuch aus, statt es kräftig zu rubbeln. Tupfen oder leichtes Ausdrücken entfernt bereits einen großen Teil der überschüssigen Feuchtigkeit, ohne die Haaroberfläche im nassen, empfindlicheren Zustand unnötig zu strapazieren.
Schritt zwei: Bei Bedarf mit einem separaten Haartrockner vorföhnen
Wer es eiliger hat oder dickeres, längeres Haar hat, kann zusätzlich kurz mit einem separaten Haartrockner vorföhnen, bevor die Warmluftbürste zum Einsatz kommt. Ein kompakter Reisehaartrockner eignet sich dafür ebenso wie ein reguläres Standgerät — entscheidend ist, das Haar nur bis zum handtuchtrockenen Zustand vorzutrocknen, nicht bereits vollständig zu föhnen.
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Preis auf Amazon prüfenBei sehr feuchtem Klima oder nach dem Schwimmen
An besonders schwülen Tagen oder nach dem Schwimmen nimmt das Haar häufig zusätzliche Umgebungsfeuchtigkeit auf, wodurch der Vortrocken-Schritt insgesamt etwas länger dauern kann als sonst. Planen Sie in solchen Situationen etwas mehr Zeit ein, statt die Warmluftbürste bereits bei spürbar zu feuchtem Haar anzusetzen, nur um Zeit zu sparen.
Vortrocknen als Teil der Hitzeschutz-Reihenfolge
Tragen Sie Hitzeschutz auf, sobald das Haar handtuchtrocken ist, und beginnen Sie erst danach mit dem eigentlichen Vorföhnen oder direkt mit der Warmluftbürste. Diese Reihenfolge stellt sicher, dass der Schutz bereits im Haar verteilt ist, bevor überhaupt Hitze zum Einsatz kommt, statt Hitzeschutz nachträglich auf bereits erwärmtes Haar aufzutragen.
Vortrocknen bei feinem versus dickem Haar
Feines Haar trocknet meist schneller vor und erreicht den handtuchtrockenen Zustand oft bereits durch reines Ausdrücken mit dem Handtuch, ohne zusätzliches Vorföhnen. Dickeres oder sehr langes Haar benötigt dagegen häufiger einen kurzen Vorföhn-Schritt, um in angemessener Zeit den passenden Feuchtigkeitsgrad für die Warmluftbürste zu erreichen. Mehr zur Anpassung an feines Haar im Ratgeber Warmluftbürste bei feinem, dünnem Haar.
Warum nicht komplett trockenföhnen vor der Warmluftbürste?
Ein weit verbreiteter Fehler ist, das Haar bereits vollständig mit dem separaten Haartrockner zu trocknen, bevor die Warmluftbürste zum Einsatz kommt. In diesem Fall fehlt der Warmluftbürste die Restfeuchtigkeit, die sie eigentlich braucht, um das Haar wirksam in eine neue Form zu bringen — das Ergebnis fällt dann oft weniger ausgeprägt aus, als wenn Sie beim handtuchtrockenen Zustand angesetzt hätten.
Handtuchwahl macht einen Unterschied
Ein Mikrofaser- oder speziell saugfähiges Haartuch nimmt beim Ausdrücken tendenziell mehr Feuchtigkeit auf als ein gewöhnliches, dickes Frotteehandtuch, und das oft mit weniger Reibung auf dem Haar. Wer regelmäßig stylt, kann hiermit den Vortrocken-Schritt zusätzlich verkürzen, bevor überhaupt ein elektrisches Gerät zum Einsatz kommt.
Unterschiede je nach Haarlänge und -dichte
Kurzes Haar trocknet naturgemäß schneller vor als langes, dichtes Haar, das entsprechend mehr Zeit oder ein zusätzliches Vorföhnen benötigt, bevor der handtuchtrockene Zustand erreicht ist. Bei sehr dichtem Haar kann es zudem hilfreich sein, das Haar in zwei oder drei grobe Partien zu teilen und diese einzeln vorzutrocknen, statt den gesamten Kopf auf einmal zu bearbeiten.
Was bei zu nassem Start passiert
Setzen Sie die Warmluftbürste bereits bei deutlich zu nassem Haar an, verlängert sich nicht nur die reine Styling-Zeit, auch das Ergebnis leidet häufig: Die Frisur hält oft kürzer, da überschüssige Restfeuchtigkeit die geformte Struktur schneller wieder aufweicht. Ein bewusst eingeplanter Vortrocken-Schritt zahlt sich hier doppelt aus.
Den richtigen Zeitpunkt zum Umstieg erkennen
Der ideale Übergabepunkt ist erreicht, wenn das Haar nicht mehr tropft, sich aber noch spürbar feucht anfühlt. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt die Warmluftbürste den restlichen Trocken- und Form-Vorgang effizienter, als wenn Sie bereits bei stark nassem Haar beginnen. Zu weit vorgetrocknetes, bereits fast trockenes Haar lässt sich dagegen mit der Warmluftbürste kaum noch in eine neue Form bringen.
Auswirkung auf Hitzeschutz und Gerätewahl
Tragen Sie den Hitzeschutz direkt nach dem Ausdrücken mit dem Handtuch auf, also bevor Sie mit der Warmluftbürste beginnen. Mehr zur richtigen Reihenfolge finden Sie im Ratgeber Hitzeschutz richtig anwenden. Wer diesen Vorbereitungsschritt konsequent einplant, kommt insgesamt schneller zum fertigen Styling — mehr zur gesamten Routine im Ratgeber Schnelle Morgen-Routine mit der Warmluftbürste.
Ein gut vorgetrocknetes Haar ist damit keine Nebensache, sondern die Grundlage für ein gleichmäßiges, zügiges Styling-Ergebnis — unabhängig davon, ob am Ende eine klassische Warmluftbürste oder ein Multistyler mit mehreren Aufsätzen zum Einsatz kommt.